
Unser pädagogischer Ansatz
Kinder haben das Recht, als eigenständige Persönlichkeiten wahrgenommen, akzeptiert und respektiert zu werden. Damit sie sich frei entfalten können, schaffen wir ihnen Räume zum Spielen und Erkunden ihrer Umgebung. Gleichzeitig setzen wir liebevolle Grenzen, die Sicherheit und Orientierung schenken.
Kinder entwickeln in der Gruppe die Fähigkeit, zuzuhören, mitzufühlen und geduldig zu sein. Sie lernen, Konflikte auszuhalten und konstruktiv zu lösen sowie sich zu behaupten, ohne dabei rücksichtslos zu handeln. Auch werden sie darin bestärkt, sich selbst besser einzuschätzen und Ängste zu überwinden. In spielerischen und kreativen Übungen erwerben sie wichtige soziale Kompetenzen wie aktives Zuhören, Ausdrücken eigener Gefühle und wertschätzende Reaktionen. So erfahren sie, wie ein freundschaftlicher und respektvoller Umgang miteinander gelingt.
Um die Kinder bestmöglich zu fördern und Sie als Eltern optimal zu unterstützen, leben wir eine echte Erziehungspartnerschaft, die auf transparenter Kommunikation, gelebter Offenheit, gegenseitigem Respekt und tiefem Vertrauen basiert. So entsteht für die Kleinen wie auch für Sie als Eltern ein sicherer Hafen im Betreuungsalltag.
Mehrsprachigkeit
Frühe Mehrsprachigkeit stärkt das Selbstvertrauen und fördert das Bewusstsein für andere Kulturen. In unserer Großtagespflege lernen die Kinder spielerisch mehrere Sprachen in einer familiären Atmosphäre kennen. Die weiteren Sprachen werden umgangssprachlich verwendet. Es findet kein Sprachunterricht statt. Die Kinder gewöhnen sich ganz natürlich an den Umgang mit mehreren Sprachen.
Freispiel
Im Freispiel entscheiden die Kinder selbst, womit, mit wem, wie lange und wo sie spielen. Die Kinder lernen, Kontakt aufzunehmen und aufeinander zuzugehen. Sie erfahren, was es bedeutet, sich durchzusetzen, aber auch nachzugeben. So stärken sie ihre Fähigkeit zur respektvollen Konfliktlösung und lernen einen rücksichtsvollen Umgang miteinander.
Naturerleben
Kinder nehmen die Welt in erster Linie über Sinneseindrücke und Bewegung wahr. Sie werden neugierig, entwickeln Interesse und erweitern ihre Fähigkeiten. Die Natur bietet ihnen dabei eine Fülle an Bildern, Geräuschen sowie Berührungs- und Bewegungsmöglichkeiten. Auf dem direkt gegenüberliegenden Spielplatz können die Kinder ihre Umwelt aktiv erkunden.

Eingewöhnung
Die Eingewöhnung ist die wichtigste Phase der gesamten Betreuungszeit. Nur durch eine sorgfältig gestaltete Eingewöhnung kann zwischen dem Kind und der Kindertagespflegeperson eine vertraute und enge Beziehung entstehen, die die gesamte Betreuungszeit prägt. Im Idealfall ist die Kindertagespflegeperson nach der Eingewöhnung eine sichere Basis für das Kind, bei der es Zuflucht und Trost findet. Von großer Bedeutung ist, dass die Bindungsperson und die Kindertagespflegeperson während der Eingewöhnung ausreichend Zeit, Engagement und Geduld mitbringen. Jedes Kind ist einzigartig und verhält sich individuell. Faktoren wie Alter, Charakter und frühere Erfahrungen des Kindes können die Dauer der Eingewöhnungsphase beeinflussen.
Beispielhafter Eingewöhnungsverlauf:
In den ersten drei Tagen besucht das Kind die Großtagespflege für etwa eine Stunde. Während dieser Zeit hält sich die Bindungsperson im Hintergrund. Die Kindertagespflegeperson ist stets bereit, Kontaktversuche des Kindes zu erwidern. Am vierten Tag findet der erste Trennungsversuch statt. Nach Ankunft und Begrüßung wartet die Bindungsperson, bis sich das Kind einer Beschäftigung zuwendet. Wichtig ist, dass sich die Bindungsperson bewusst verabschiedet und nicht einfach geht. Die Trennungszeiten werden behutsam verlängert, bis das Kind die Trennung gut bewältigt. Die Eingewöhnung ist abgeschlossen, sobald das Kind sich trösten, füttern und wickeln lässt und sich interessiert an der Umgebung zeigt.